Bethlehem, Jerusalem, Ramallah, Gaza

Die Stiftung Sternenstaub unterstützt gegenwärtig drei Projekte bzw. Organisationen in Israel/Palästina. Um die Lage vor Ort zu begutachten, hat unsere Mitarbeiterin Johanna Czernin im November 2014 die Region besucht.

1. Station: Bethlehem. Hier befindet sich der Sitz von Diyar. Diese Organisation wurde von dem christlich – lutheranischen, palästinensischen Pastor Mitri Raheb 1995 ins Leben gerufen. “Diyar” – das arabische Wort für Türen – fördert Kinder, Jugendliche, Frauen und ältere Menschen. Hauptziel dieser Organisation ist es Talente zu entdecken, zu fördern, Hoffnung zu kommunizieren und Aufstiegsmöglichkeiten zu schaffen. Um es mit Pastor Mitri’s Worten zu sagen: “Plant a seed of life in People and give them hope.”

“Diyar” ist das einzige Frauensportzentrum Palästinas und unsere Stiftung unterstützt die von Erfolgen gekrönte Frauenfußballmannschaft. Sie sind mittlerweile so erfolgreich, dass sie die erste palästinensische Frauenfußballmannschaft aufgebaut haben. Mittlerweile spielt diese in der ersten Liga. Von den “Profis” selber wird auch schon die nächste Generation trainiert. In der Tat, “Diyar” öffnet Türen (weiterführende Informationen: www.diyar.ps).

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2. Station: Jerusalem. Hier traf unsere Mitarbeiterin ein Team der israelischen Organisation Keshev. Diese israelische Organisation sensibilisiert u.a. Journalisten, Lehrer und Medienvertreter für eine ausgewogene Berichterstattung mit Blick auf die bestehenden Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern. “Keshev” berät Journalisten und veröffentlicht kritische Forschungsarbeiten zum Zustand der israelisch-palästinensischen Medienlandschaft. “Keshev” versucht einer zukünftigen Generation von Journalisten wie auch den sich zunehmen radikalisierenden Öffentlichkeiten zu erklären, wie wichtig es ist, Medienberichte mit kritischen Blick wahrzunehmen und die versteckten Fakten und Botschaften, die zwischen den Zeilen stehen, herauszufiltern – um auf diese weise ein demokratisches Miteinander zu fördern und Hass abzubauen (weiterführende Informationen: www.keshev.org.il/en).

3. Station: Ramallah. Sharek Youth Forum ist eine palästinensische Organisation, die sich wie “Diyar” hauptsächlich für die palästinensische Jugend engagiert. Kinder und Jugendliche werden in ihren Ausbildungen, Talenten und Hoffnungen gefördert und bestärkt. Die Stiftung hat ganz aktuell zwei wichtige Kampagnen des “Sharek Youth Forum” für Gaza finanziell gefördert. Im Rahmen der ersten Kampagne wurden Schulrucksäcke gekauft und mit Schulheften, Blei- und Buntstiften, Kugelschreiber, Radiergummi, Lineale etc. gefüllt. Alles was die Herzen kleiner Schulkinder höher schlagen lässt. Bis heute wurden an 14 Schulen 1.860 Schultaschen an Kinder verteilt. Die zweite Kampagne trägt den Namen “Mother to Mother”. Über diese Initiative werden bedürftige Frauen und Mädchen in Gaza mit Hygieneartikel aller Art, wie zum Beispiel Seifen, Cremen, Zahnbürsten, Kosmetiktücher etc. versorgt (weiterführende Informationen: www.sharek.ps).

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4. Station: Gaza. Stiftung Sternenstaub beabsichtigt hier im Jahr 2015 eine neue Projektmaßnahme zu ergreifen. Um sich mit der Situation vor Ort vertraut zu machen, besuchte unsere Mitarbeiterin auch den Gazastreifen. Aufgrund des letzten Krieges im Simmer dieses Jahres 2014 sind weiterhin mehr als 26.000 Menschen ohne Dach über dem Kopf und sind in einfachsten Notunterkünften untergebracht. Unter anderem auch in Schulen. Bis zu sieben Familien müssen sich ein Klassenzimmer teilen. Der Krieg hat sehr viel zerstört. Die Menschen versuchen mühsam mit dem wenigen, das ihnen geblieben ist, ihr Leben langsam wieder aufzubauen.

Wo auch immer sich unsere Mitarbeiterin aufhielt, ob in Bethlehem, Ramallah oder Gaza, wo Menschen eingesperrt, überwacht und diskriminiert werden, ist sie auf ganz besondere Menschen gestoßen, die sich kraftvoll weigern in Depression, Selbstmitleid oder Hilflosigkeit zu verfallen. Sie unterstützen sich gegenseitig, lachen und sind nicht bereit aufzugeben. Sie versuchen das Beste aus einer der schrecklichsten Lebenssituationen, in die ein Mensch geraten kann, zu machen. Ein alter Mann, angesprochen auf die schwierigen Lebensumstände und Herausforderung wieder einmal in seinem Leben bei Null anfangen zu müssen, stellte lakonisch aber voller Zuversicht fest: “You get used to it!”

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